Timm Starl, 2008
In: Fotokritik, Text 39, Ein „Monat der Fotografie" in Wien

 

Mit so genannten Flechtbildern visualisiert Brigitte Konyen das Nebeneinander von Erinnerungen und deren Ineinandergreifen. Private Aufnahmen von sich hat sie zu einem größeren Bild zusammen gefügt, dieses in Streifen geschnitten und zu einem Diptychon geflochten: „something to remember", 2005/07. Damit macht sie ebenso deutlich, dass Erinnerungen Konstrukte eines Jetzt sind und das Gedächtnis aus Bruchstücken besteht, die sich nicht immer zugleich aufrufen lassen. Manche Einzelheiten können genau ausgemacht werden, andere liefern bestenfalls Andeutungen oder bleiben abstrakt. Das Alter der Aufnahmen hat sich im Geflecht aufgelöst, es ist auch bedeutungslos geworden, in der Erinnerung haben Bilder ohnehin keines.

 

[© Timm Starl, 2008]

 

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